Neues Jahr und gute Laune

Die Krimigewinner sind beschenkt, Weihnachten und Silvester rücken langsam in die Ferne, das neue Jahr ist in vollem Gange. Und es warten schon jetzt viele spannende Fundraisingthemen auf uns!

Wir hoffen, Sie hatten einen guten Start in 2016 und stellen Ihnen für alle Fälle einen kleinen Begleiter zur Seite!

Gutschein_Laune

Einfach ausdrucken, ausschneiden und verschenken!

 

Garantiert spannend!

Draußen stehen die Zeichen auf Herbst und sicher läuft Ihr Fundraising auf Hochtouren!

Da wird es Zeit, zwischendurch mal wieder gründlich abzuschalten – zum Beispiel mit einem packenden Krimi. Den halten wir hier für Sie bereit. Gewinnen ist ganz einfach: Rätsel lösen und die Lösung am besten noch heute einschicken!

Lösungswort(e) bitte an: welcome(at)fundraising-profile.de
Einsendeschluß: 26. Oktober 2015

Viel Spaß beim Rätseln und Gewinnen!

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Schläfst Du noch?

Mein erster Arbeitstag im neuen Jahr. Zwei fundraisingfreie Wochen, Weihnachtsfest und Jahreswechsel liegen hinter mir – gefühlter Abstand zum Büro: sechs Wochen.

Ob es mir gelingt, gut gelaunt und kreativ meinen (Arbeits-)platz wieder einzunehmen? Ich mache mich früh auf den Weg. Immerhin: Mein Rad findet den Weg auch in morgendlicher Dunkelheit wie von selbst. „Hilfreiche Routine“, denke ich – und stoppe.

Denn aus den Augenwinkeln sehe ich in einer Nebenstraße einen Mann. Ganz in Orange-Silber gekleidet steht er vor einem Schaufenster und bewegt rhythmisch die Arme. Verblüfft halte ich an. Denn ich höre „… schläfst du noch? Schläfst du noch?“, schallt mir das fast vergessene Kinderlied entgegen. Vielstimmig. Denn der Mitarbeiter der AWB (früher: Müllabfuhr), der da so herzerfrischend singend auf dem Bürgersteig steht, dirigiert gleichzeitig die Kinder und Erzieherinnen der KITA, die ihn hinter dem Schaufenster nach Leibeskräften unterstützen. Toll! Unwillkürlich summe ich mit und bleibe, bis der langsam heranrollende Müllwagen das fröhliche Morgenkonzert beendet. Beschwingt und erwartungsvoll trete ich wieder in die Pedale – gespannt auf Kolleginnen, E-Mails, Büropost und neue Aufgaben, die gelöst werden wollen.

Das fröhliche „Bruder Jakob“ habe ich den ganzen Tag im Ohr. Freude bereiten kann so einfach sein. Vor allen Dingen aber ist sie ansteckend. Schön, wenn wir mit Fundraising unseren Teil dazu beitragen.

AW

Spenden haben keine Beine

Es weihnachtet und alle sind gespannt, wen oder was die Medienschelte denn dieses Jahr trifft. Da taucht eine Tabelle am Horizont auf mit den Namen von Organisationen, die ihren Sinn und Zweck, ihre Hilfe und ihre Wirkung besonders transparent oder eben weniger transparent im Netz darstellen.

Die einen wundern sich, dass nicht von Verwaltungskosten die Rede ist. Andere regen sich darüber auf, wenn sie überhaupt erwähnt werden. Johannes B. Kerner hat sie am Samstag sogar in der Gala „Ein Herz für Kinder“ genannt. Nun, er hat gut lachen und gute Karten: Verwaltungs­kosten für die Aktion übernimmt der Axel Springer-Verlag – so Kerner.

Doch gut, dass es angesprochen wird. Gut, wenn darüber geredet wird. Meine Meinung. Denn ohne Verwaltung, ohne Mietkosten, ohne Gehälter (auch für Fundraiser), ohne Information, ohne Portokosten, ohne Spenderservice geht es eben nicht.

Was sollen die machen, die ihre Verwaltungskosten selbst stemmen müssen? Den Kopf einziehen und hoffen, dass keiner fragt? Ich meine, dass jeder was machen kann, damit Verwaltungskosten nicht zum Unwort irgendeines Jahres gewählt werden. Wir Menschen stehen doch meist demjenigen besonders kritisch und ängstlich gegenüber, das wir nicht kennen, das uns nicht vertraut ist. Oder? Darum möchte ich jeden anregen: Macht die Spender mit den „Verwaltungskosten“ und den Menschen, die dahinterstehen, vertraut – ja, auch hier geht es um Menschen.

Möglichkeiten zur Transparenz gibt es viele: das Netz, die Social-Media-Kanäle, der Newsletter, der Jahresbericht. Jeder kann erzählen, wie wichtig Buchhalterinnen sind. Wie wertvoll Mitarbeiter sind, die Projekte sorgfältig planen, damit Hilfe nicht ins Leere läuft. Und wie notwendig auch Information und Spendenbitten sind (nein, keine Organisation dengelt im Keller ihre Spendenbriefe von Hand und lässt sie von einem geflügelten Boten persönlich in jedes Haus tragen). Die „Verwaltungskosten-Menschen“ sind ein wertvolles Bindeglied. Sie bauen die Brücke zwischen den Spendern und den Menschen und Helfern vor Ort.

Am Wochenende hat nach nur 13 Monaten wieder ein Taifun die Philippinen heimgesucht. Und es werden die „Verwaltungskosten-Menschen“ sein, die Spender informieren, motivieren und bewegen, die Hilfe planen, bereitstellen und auf den Weg bringen – denn Spenden haben nun mal keine Beine.

Übrigens: Alan Clayton, Schotte und Partner von Ken Burnett, meinte einmal: „Wir gehören zu den Guten.“ und „Wir müssen uns nicht dafür schämen, was wir tun.“ Recht hat er. Vielleicht fehlt manchen „Verwaltungskosten-Menschen“ einfach nur ein bisschen Selbstbewusstsein?

Kommen Sie doch mit!

Einfach mal losgehen. Sich Zeit nehmen für Ideen, Gedanken, Anregungen. Sich Zeit nehmen fürs Weiterspinnen, Verwerfen, Neudenken. Wir laden Sie ein, mitzugehen, mitzudenken, mitzuspinnen – einfach auf eine kleine Runde um den Blog.

I’ve learned that
people will forget
what you said.
People will forget
what you did.
But people will
never forget how
you made them
feel.
— Maya Angelou

Was ist gerade da – neben dem Weihnachts-Arbeits-Endjahres-Stress? Der International Fundraising Congress in Holland wirkt nach. Wellnesstage für eine vernachlässigte Fundraiser-Seele. Nirgends sonst sind so viele Menschen, die erfüllt scheinen von ihrem Job. Die ihn richtig gern machen und dieses „richtig gern“ ebenso gern mit anderen Menschen teilen. Die erzählen, warum sie das tun, was sie tun. Und das mit einer solchen Begeisterung, dass ich immer wieder lächelnd (und ich gestehe: manchmal auch mit Tränen in den Augen) durch die Räume dieses riesigen Kongresszentrums laufe
und denke: Ja!

Und ich denke es nicht nur, ich fühle es auch. Ich nehme immer was mit. Jedes Mal. Mal einen Gedanken. Mal ein Gefühl. Mal eine Idee – oder einfach einen vollen Motivationsspeicher. Und das ist wichtig. Denn Motivation und Leidenschaft sind das, was bei anderen Menschen ankommt. Das, was ansteckt, beflügelt, anstiftet. Ich brauche das, um im Alltag nicht verlorenzugehen.

Und brauchen wir das nicht alle?

Ja, ja – ich höre schon die Stimmen: Noordwijk! Dafür haben wir kein Geld. Unsere Chefs lassen uns nicht, blöder Termin … und, und, und. Alles richtig. Und dennoch … Darum möchte ich Sie anregen, sich einmal wieder so richtig Zeit zu nehmen und sich zu erinnern: Warum tue ich das, was ich tue? Warum arbeite ich nicht in einer Bank oder einer „normalen“ Werbeagentur? Denn die Klarheit, die Leidenschaft, das Herz ist, was Spenderinnen und Spender berührt und bewegt. Meine Zeit und meine Impulse finde ich (auch) in Noordwijk … und manchmal reicht auch eine kleine Runde um den Blog 😉 Kommen Sie doch mit!

Übrigens: Lesen Sie doch einmal den Blogbeitrag von Francesco Ambrogetti und Derek Humphries auf 101fundraising.org „A few words about Ebola and you.“ Die beiden haben mich gekriegt (was nicht so einfach ist) – mit ihrem Engagement, mit ihrer Leidenschaft und ihrer Liebe zu den Menschen.