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Schläfst Du noch?

Mein erster Arbeitstag im neuen Jahr. Zwei fundraisingfreie Wochen, Weihnachtsfest und Jahreswechsel liegen hinter mir – gefühlter Abstand zum Büro: sechs Wochen.

Ob es mir gelingt, gut gelaunt und kreativ meinen (Arbeits-)platz wieder einzunehmen? Ich mache mich früh auf den Weg. Immerhin: Mein Rad findet den Weg auch in morgendlicher Dunkelheit wie von selbst. „Hilfreiche Routine“, denke ich – und stoppe.

Denn aus den Augenwinkeln sehe ich in einer Nebenstraße einen Mann. Ganz in Orange-Silber gekleidet steht er vor einem Schaufenster und bewegt rhythmisch die Arme. Verblüfft halte ich an. Denn ich höre „… schläfst du noch? Schläfst du noch?“, schallt mir das fast vergessene Kinderlied entgegen. Vielstimmig. Denn der Mitarbeiter der AWB (früher: Müllabfuhr), der da so herzerfrischend singend auf dem Bürgersteig steht, dirigiert gleichzeitig die Kinder und Erzieherinnen der KITA, die ihn hinter dem Schaufenster nach Leibeskräften unterstützen. Toll! Unwillkürlich summe ich mit und bleibe, bis der langsam heranrollende Müllwagen das fröhliche Morgenkonzert beendet. Beschwingt und erwartungsvoll trete ich wieder in die Pedale – gespannt auf Kolleginnen, E-Mails, Büropost und neue Aufgaben, die gelöst werden wollen.

Das fröhliche „Bruder Jakob“ habe ich den ganzen Tag im Ohr. Freude bereiten kann so einfach sein. Vor allen Dingen aber ist sie ansteckend. Schön, wenn wir mit Fundraising unseren Teil dazu beitragen.

AW

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